
Wasserstoff, eine Alternative zur Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Glasindustrie
21/02/2025 • 5min

Die Begleitung von Glasherstellern auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen Produktion ist eine der Herausforderungen von Air Liquide. Im Rahmen ihrer Forschung zur Wasserstoffverbrennung für die Glasherstellung führen die R&D-Teams der Air Liquide-Gruppe Tests unter realen Betriebsbedingungen durch. Die jüngsten Tests wurden in Zusammenarbeit mit SGD Pharma, einem Unternehmen, das Glasbehälter für die Pharmaindustrie herstellt, in seinem Werk in Saint-Quentin-Lamotte in Nordfrankreich durchgeführt.
Die Verringerung des CO2-Fußabdrucks der Glasindustrie, die ein besonders energieintensiver Sektor ist: Das war das Ziel der im Februar 2024 von Air Liquide und SGD Pharma durchgeführten Tests. Glas wird durch das Schmelzen eines Gemischs aus Siliziumdioxid (das in Sand enthalten ist) oder recyceltem Glas hergestellt. Dieses Verfahren erfordert sehr hohe Temperaturen von etwa 1.400°C. Wenn Wasserstoff anstelle von Erdgas als Brennstoff verwendet wird, kann er eine Alternative für die Dekarbonisierung sein, da er sich bei der Verbrennung mit Sauerstoff nur zu Wasserdampf verbindet. Die Emission von Treibhausgasen ist also gleich null. Zum Vergleich: Bei der Verbrennung von einem Kubikmeter Methan werden etwa 2,5 kg CO2eq freigesetzt. Wenn er zudem aus erneuerbarem Strom hergestellt wird, ist der ökologische Fußabdruck von Wasserstoff noch kleiner.
Anna-Maria Pubill-Melsiо́, Leiterin des Teams R&D Combustion bei Air Liquide, sagt:
„Mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen bei der Glasherstellung entstehen durch die Verbrennung. Wasserstoff ist eine vielversprechende Alternative, denn wenn man ihn verbrennt, erhält man nur Wasser und kein CO2.“
Wasserstoff ist eine der Lösungen für die Dekarbonisierung für hard-to-abate Industrien. Laut einer Studie des Hydrogen Council könnte Wasserstoff bis 2050 20 bis 25 % des Energiebedarfs von Industrieprozessen decken, die hohe Temperaturen erfordern. Die von Air Liquide für SGD Pharma durchgeführten Tests haben gezeigt, dass bis zu 50 % des Erdgases durch Wasserstoff ersetzt werden können, ohne dass sich die Qualität des Glases verändert während die industrielle Leistung des Ofens erhalten bleibt. Nächster Schritt: Prüfung einer 100%igen Wasserstoffverbrennung. Diese sehr positiven ersten Tests bestätigen, dass Wasserstoff eine vielversprechende Alternative für die dekarbonisierte Glasherstellung ist.
Dank dieser erfolgreichen Tests positioniert sich Air Liquide als starker Partner für diese Art der Dekarbonisierung.
Jean Caudal, Internationaler Verbrennungsexperte und R&D-Projektkoordinator bei Air Liquide, sagt:
„Air Liquide unterstützt seine Kunden seit vielen Jahren dabei, in ihren Öfen Luft durch reinen Sauerstoff zu ersetzen, um so die Energieeffizienz zu verbessern und die Emissionen in die Atmosphäre zu reduzieren.“
Dies ist eine nicht autorisierte Übersetzung ins Deutsche. Maßgeblich ist allein das englisch- und französischsprachige Original. Hier geht es zum englischen Original.