Air Liquide hatte bereits im Februar angekündigt, rund 40 Millionen Euro in den Bau einer hochmodernen Luftzerlegungsanlage (LZA) in Schwarzheide zu investieren. Die neue Anlage wird Sauerstoff und Stickstoff für BASF produzieren und zudem CO2-freie Druckluft bereitstellen. BASF benötigt diese Stoffe für die Produktion von Batteriematerialien.

BASF wird in der neuen Produktionsanlage Kathodenmaterialien für 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr herstellen. Der Fokus liegt dabei auf einer besonders nachhaltigen Produktion durch die Integration von erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Batterierecycling.

Inbetriebnahme 2023

Am Standort Schwarzheide ist Air Liquide bereits seit 1995 tätig und betreibt dort eine Anlage zur Stickstoffproduktion. Die neue LZA wird auf einem rund 12.000 Quadratmeter großen Areal errichtet und soll 2023 in Betrieb gehen. Sie wird zudem Flüssigprodukte für das Geschäftsfeld Industrial Merchant – also beispielsweise Kunden aus der Automobil-, Food- oder Metallbranche – des Unternehmen produzieren. Dabei arbeitet sie nach dem Prinzip der Luftzerlegung, bei der die Umgebungsluft angesaugt, gereinigt, verdichtet und gekühlt wird.

Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung der Air Liquide Deutschland GmbH, sagte beim heutigen Spatenstich:

Unsere langjährige Partnerschaft mit BASF werden wir mit dieser neuen Anlage stärken – und gemeinsam einen Beitrag leisten zu einer klimafreundlichen, kohlenstoffarmen Mobilität von morgen. Die neue, effiziente Anlage wird flüssige Produkte direkt vor Ort produzieren und damit Produktlieferungen per Straßentransport stark reduzieren. Dies ist ein wichtiger Baustein für die Erreichung unserer Klimaziele.

Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH, kommentierte:

Die Luftzerlegungsanlage von Air Liquide schafft eine der Voraussetzungen, damit wir künftig als Teil der europäischen Wertschöpfungskette für Elektromobilität erfolgreich sein und besonders nachhaltige Batteriematerialien herstellen können. Mit dem heutigen Spatenstich schlagen wir ein spannendes, neues Kapitel in der langjährigen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen BASF und Air Liquide auf.

Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, sagte:

Das Beispiel Air Liquide zeigt, wie sich verschiedene Branchenfelder vorteilhaft ergänzen. Die BASF braucht Sauerstoff und CO2-freie Druckluft für ihre Fertigung von Batteriematerial. Und Air Liquide schreibt als Partner der BASF die Geschichte der Mobilitätswende mit. So entstehen neue Leuchttürme, die weit über die Lausitz hinausstrahlen – und mit denen die Lausitz attraktiv ist für Fachkräfte aus der Industrie.

Spatenstich BASF Schwarzheide Air Liquide
Vordere Reihe von links nach rechts: 

Prof. Dr. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg

Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung der Air Liquide Deutschland GmbH

Hintere Reihe von links nach rechts: 

Felix Wienand, Leiter Site Project Team, BASF Schwarzheide GmbH

Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH

Robert van Nielen, Vice President Central Europe Large Industries Air Liquide

 

Air Liquide in Deutschland

Air Liquide beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und versorgt etwa 100.000 Kunden in den wichtigsten Industrieregionen Deutschlands.

Das Unternehmen beliefert zahlreiche Branchen, wie z. B. die Flugzeug-, Automobil-, Lebensmittel- und Getränke-, Chemie- und Elektronikindustrie, und Energiewirtschaft sowie den Gesundheitssektor und ist zudem stark in der Umsetzung von Wasserstoff-Energieprojekten engagiert.

BASF Schwarzheide

Der Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide GmbH gehört zur BASF-Gruppe. Sein Portfolio umfasst Polyurethan-Grundprodukte und -Systeme, Pflanzenschutzmittel, Wasserbasislacke, Technische Kunststoffe, Schaumstoffe, Dispersionen und Laromere.

Ihren Kunden hilft die BASF Schwarzheide GmbH als zuverlässiger Partner mit intelligenten Systemlösungen und hochwertigen Produkten erfolgreich zu sein. Firmen, die von den vielseitigen Synergieeffekten eines fortschrittlichen Chemiestandortes profitieren wollen, werden durch die Erfahrungen und Kompetenzen der BASF unterstützt, was bereits ein Dutzend Ansiedler nutzen. Dienstleistungen oder komplette Servicepakete können in Anspruch genommen werden. Die BASF Schwarzheide GmbH fördert die Region nachhaltig und übernimmt soziale Verantwortung. Von der Ausbildung bis zur Ansiedlung trägt sie als strukturbestimmendes Unternehmen zu einer positiven Entwicklung des Umfeldes bei.

BASF baut in Schwarzheide eine neue Produktionsanlage für Kathodenmaterialien. Sie soll 2022 den Betrieb aufnehmen und wird die Ausstattung von rund 400.000 vollelektrischen Fahrzeugen pro Jahr mit BASF-Batteriematerialien ermöglichen.

 

Kontakt
Air Liquide Deutschland
Andreas Voß
andreas.voss@airliquide.com 
+49 211 6699 4242
BASF Schwarzheide
Linda Bottin
linda.bottin@basf.com
+49 35752 62462