Hartlöten mit Acetylen und Sauerstoff

Das ist das Ziel: Mit der richtigen Flammentemperatur am Brenner schnell und einfach löten – egal, ob Stahl, Chrom-Nickel, Aluminium, Kupfer, Messing oder Bronze. 
Und die Werkstoffe müssen dabei nicht immer artgleich sein. Ein großer Vorteil des Lötens ist, dass Du die Materialien miteinander kombinieren kannst. Das ist beim Schweißen wesentlich schwieriger.

Was heißt “Hartlöten auf Augenhöhe”?

Trotz moderner Verbindungstechniken ist das Autogenlöten ein Fügeverfahren, auf das Du Dich verlassen kannst. Auf Arbeitstemperatur kommst Du mit einer optimalen Flammentemperatur, damit Dein Lot die Schmelztemperatur erreicht. Die Werkstücke werden verfügt, bevor sie schmelzen.

Diese Verbindungsmethode bzw. Fügeart hat sich bis in die heutige Zeit bewährt und ist auch langfristig betrachtet weiterhin eine sichere Methode.

Was braucht man zum Hartlöten?

Zum Hartlöten werden folgende Komponenten eingesetzt:

Gas

  • Acetylen
  • Sauerstoff

Equipment

  • Passende Druckminderer
  • Verschiedene Brenner zum Löten
  • Gebrauchstellenvorlagen für Deine Sicherheit

Unsere Gase gibt es in verschiedenen Lieferformen. In ganz kleinen praktisch zu tragenden Flaschen bis hin zu großen Bündeln. Oder darf es auch ein Tank sein? 

Alles abgestimmt – für jedes Bedürfnis das richtige Angebot.

Wie kommst Du zu Deinem Equipment zum Hartlöten? Hast Du schon einmal auf unserem Online-Portal geschaut? Dort kannst Du einfach alles kriegen, was Du brauchst! Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Hartlöten – verfügt, bevor es schmilzt!

Hartlöten Aufschmelzung

Wieso schmilzt?

Anders als beim Schweißen, bei dem die Grundwerkstoffe für die Verbindung zweier oder mehrerer Teile verflüssigt bzw. aufgeschmolzen werden, wird das Aufschmelzen beim Hartlöten nicht benötigt.

Es ist sogar nicht gewollt, dass die Grundwerkstoffe anschmelzen. Die zu verbindenden Teile werden nur an den zu verlötenden Stellen erhitzt.

Damit Du dann das Gas in der richtigen Menge entnehmen kannst, benötigst Du noch Druckminderer, die Du separat kaufen und montieren musst. Möchtest Du Dir diesen Schritt sparen? Dann haben wir auch die All-in-One Lösung mit unseren Produkten mit integriertem Druckminderer.

Den Druck richtig auf deinen Brenner eingestellt, zündest du dein Gasgemisch an. Aber Vorsicht!! Das kann schon mal nach hinten losgehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Flammenrückschlag kann einen Acetylenzerfall auslösen.

Darauf musst Du immer aufpassen! Zur Sicherheit hast Du dafür Gebrauchsstellenvorlagen an den Gasflaschen montiert, die das verhindern.

Mit einer Flammentemperatur mit bis zu 3.200°C erwärmst Du Deine Werkstücke auf Arbeitstemperatur, die Dir Dein Lot vorgibt. 

Erst bei der richtigen Schmelztemperatur beginnt das Lot zu fließen. Das Lot benetzt durch die Kapillarwirkung beide Oberflächen der Werkstücke, sodass die Adhäsion danach ihre maximale Kraft ausüben kann. Jetzt abkühlen lassen und fertig bist Du mit dem Löten.

Mit dem Lötverfahren kannst Du zwei oder mehrere Teile verfügen ohne sie anzuschmelzen!

Beim Hartlöten kommt es auf die richtige Flamme an!

Eine neutrale Flamme bekommst Du aus einem Gemisch aus Acetylen und Sauerstoff. Diese beiden Gasarten liefern wir Dir in Flaschen.

Was heißt neutrale Flamme? Eine neutrale Flamme verbrennt in einem Gasgemisch aus Acetylen, Sauerstoff und mit dem Sauerstoff aus unserer Luft restlos. Es bleibt kein unverbranntes Acetylen sowie Sauerstoff über.

Es gibt noch zwei andere Flammeneinstellungen. Einmal mit Acetylenüberschuss und einmal mit Sauerstoffüberschuss. 

Eine Flammeneinstellung mit Acetylenüberschuss bezeichnet man als weiche Flamme. Der Flammenkegel ist länger. Aber Vorsicht!!! Acetylen besteht unter anderem aus Kohlenstoff, der sich unverbrannt als Kohle ablagert und somit störend ist bzw. unsere Bauteile verunreinigt.

Eine Flammeneinstellung mit Sauerstoffüberschuss bezeichnet man als harte Flamme, weil der überschüssige Sauerstoff, der nicht für die Flamme benötigt wurde, noch mit anliegenden Substanzen reagieren kann. Dies kann gewollt sein, wenn man das zusätzlich noch benötigt.

Acetylenzerfall – wie Du es vermeiden kannst!

Den Acetylenzerfall kannst Du nur vermeiden, indem Du Dich strikt an die Sicherheitsregeln im Umgang mit Brenngasen und offenen Flammen hältst! Und dann kommt es erst gar nicht zum Acetylenzerfall!

Wir bieten Dir Schulungen wie zum Beispiel das “Sicherer Umgang mit Gasflaschen” Training an. Danach brauchst Du Dir keine Sorgen mehr zu machen, denn dann bist Du Dir sicher, was du tust.

Du möchtest mehr über die Autogentechnik erfahren?

Auf unserer Autogenschweißen Seite findest Du noch mehr Infos zur Autogentechnik zum Nachlesen?

Oder noch einfacher – Du kannst dir auch weitere Themen in unseren YouTube Videos anschauen.

Fazit

SchweisserCampus

Diese Verbindungsmethode bzw. Fügeart ist in der heutigen Zeit sehr bewährt und ist langfristig sehr sicher!

Es gibt viele verschiedene Materialien, die man miteinander verlöten kann. Dazu noch eine große Auswahl von Loten. Deshalb ist die praktische Umsetzung manchmal nicht ganz so einfach. Bei uns können wir praktisch üben!

Wo ist “bei uns”? Im SchweisserCampus.

Dort haben wir die Möglichkeit, praktische Übungen zum Hartlöten durchzuführen. Außerdem können wir dort auch genauer hinsehen und zum Beispiel mikroskopisch tief Deine Werke analysieren. Wir freuen uns auf Dich!

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