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Air Liquide plant am Standort Oberhausen “Trailblazer”, einen 30 MW-Elektrolyseur zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff. Der Trailblazer wird an die bestehende Wasserstoff-Pipeline von Air Liquide angeschlossen, um Schlüsselindustrien und die emissionsfreie Mobilität an Rhein und Ruhr mit erneuerbarem Wasserstoff zu versorgen. 

Gerade durch seine Einbindung in bestehende Wasserstoff-Infrastruktur wird der Trailblazer einen wichtigen Beitrag zur Entstehung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland leisten.

Trailblazer: Groß angelegte Produktion von erneuerbarem Wasserstoff und Sauerstoff

Grafik Elektorlyseur / Trailblazer

Beim Trailblazer handelt es sich um einen Protonen-Exchange-Membran (PEM)-Elektrolyseur, der aus Wasser und erneuerbarem Strom erneuerbaren Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Die technologische Lösung für das Projekt wird im Rahmen der im Februar 2021 angekündigten Partnerschaft zwischen Air Liquide und Siemens Energy entwickelt. 

Bis 2023 werden beide Partner eine 20-MW-Elektrolyse-Anlage errichten, die 2.900 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr sowie erneuerbaren Sauerstoff produzieren wird. 

In einer zweiten Phase plant Air Liquide, die Kapazität der Anlage auf 30 MW zu erhöhen. Ein aktiver Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland!

Air Liquide-Standort Oberhausen: Industrielle Transformation im Herzen des Ruhrgebiets

Grafik Standort Oberhausen + Elektorlyseur

Am Standort Oberhausen ist Air Liquide seit vielen Jahren verwurzelt. Seit 2004 betreibt die Gruppe mehrere Anlagen im Chemiepark von OQ Chemicals:

  • Luftzerlegungs- und Verflüssigungsanlagen für Luftgase (Stickstoff, Sauerstoff, Argon) (LZA) sowie Tanklager für Kohlendioxid, Sauerstoff, Stickstoff und Argon
  • eine POX-Anlage (Partielle Oxidation) zur konventionellen Herstellung von Wasserstoff, Synthesegas und Dampf sowie
  • eine CCU-Anlage (Carbon Capture and Utilization) zur Abscheidung und Aufbereitung von CO2, welches andernfalls emittiert worden wäre, für eine anschließende Nutzung, etwa zur Getränkeherstellung.

In dieses bestehende industrielle Ökosystem wird der Trailblazer integriert - und erhält einen Anschluss an das bestehende Pipeline-Netz von Air Liquide, über das die produzierten erneuerbaren Gase Wasserstoff und Sauerstoff direkt zu den Anwendern gelangen.

Anwendungen von Wasserstoff: Beschleunigung der Dekarbonisierung von Industrie und Mobilität

Infrastruktur Ruhrgebiet

Aufgrund seiner Vielseitigkeit spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einem sauberen, kohlenstoffarmen Energiesystem. Er ist ein zentraler Treiber für die Erreichung von Klimaschutzzielen, da er am Einsatzort keine klimaschädlichen Emissionen verursacht.

Der im Trailblazer erzeugte erneuerbare Wasserstoff wird Sektoren wie Stahl, Chemie, Raffinerie und Verkehr in Nordrhein-Westfalen verfügbar gemacht und so einerseits die Dekarbonisierung der nordrhein-westfälischen Industrie beschleunigen und andererseits die emissionsfreie Mobilität in dieser bevölkerungsreichen Region fördern.

Air Liquide und Wasserstoff

Air Liquide beherrscht die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung und Distribution bis hin zur Entwicklung von Anwendungen für den Endverbraucher und trägt so zu einer umfassenden Nutzung von Wasserstoff als sauberem Energieträger bei. 

Air Liquide ist Pionier bei Wasserstoff-Betankungslösungen für alle Verkehrsträger. In Deutschland ist Air Liquide als Gesellschafter des Joint Ventures H2 Mobility federführend am Aufbau eines flächendeckenden öffentlichen Wasserstoff-Tankstellennetzes beteiligt und stellt sowohl Tankstellentechnik als auch die Wasserstoffversorgung bereit.

Das Projekt Trailblazer hat einen Förderbescheid des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erhalten.
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BMWK