Bus im Straßenverkehr

Antworten geben auf die Herausforderungen schwerer Mobilität

Auf den Verkehrssektor entfallen 25 % der weltweiten Emissionen, von denen 70 % direkt durch den Straßenverkehr (Güter- und Personenverkehr) verursacht werden. Konventionelle Technologien werden zwar stetig verbessert, aber die Entwicklung neuer Lösungen ist unumgänglich, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Wasserstoff (H2) ist eine der Schlüssellösungen zur Bewältigung der Herausforderung einer sauberen Mobilität und eignet sich insbesondere für die Anforderungen der intensiven Mobilität sowie des Schwerlastverkehrs.

Flüssiger Wasserstoff

Die am besten geeignete Lösung …

  • Große Reichweite
  • Kurze Betankungsdauer
  • Hohe Energiedichte

… für spezifische Bedürfnisse:

  • Hoher Energiebedarf
  • Langstreckenfahrten
  • Intensive Nutzung
  • Hoher Nutzlastwert

Wasserstoffmobilität auf der Straße beschleunigen

Wasserstoff Mobilität

Es fahren bereits rund 50.000 Brennstoffzellenfahrzeuge auf den Straßen (hauptsächlich Pkw), was einer weltweiten Nachfrage von 100 Tonnen pro Tag entspricht.

Wasserstoff: Schlüssellösung für Busse und Lkw

Wasserstoff eignet sich insbesondere als Lösung zur Dekarbonisierung intensiver Mobilität (ÖPNV und Güterverkehr), da er hinsichtlich Gewicht, Platzbedarf und Kosten wichtige Entscheidungskriterien erfüllt. Bei größeren oder intensiv genutzten Fahrzeugen kann Wasserstoff beides vereinen: eine kurze Betankungszeit und eine große Reichweite.

Der Bedarf an Wasserstoff hängt vom Fahrzeugtyp ab und reicht von 0,35 kg pro Tag für einen Pkw über 30 kg für einen Bus bis hin zu 70 kg pro Tag für einen Lkw.

Busse

Bus im Straßenverkehr

Busse fahren auf sehr spezifischen Strecken in kleinen Gebieten zu festen Zeiten. Aufgrund dieser Vorhersagbarkeit sind sie prädestiniert für den Übergang zu einem emissionsfreien Betrieb. Busse sind aktuell das am schnellsten wachsende Segment der Wasserstoffmobilität. Brennstoffzellenbusse, Tankstellen und Wasserstoff sind bereits auf dem Markt erhältlich.

Was sind die Vorteile von Wasserstoff für Busse?

  • Schnelle Betankungszeit: 10 Minuten
  • Bis zu 400 km Reichweite mit einer Tankfüllung (35 kg Wasserstoff) 
  • Lärmreduktion – ein wichtiger Aspekt in dicht besiedelten Gebieten
  • Kein Anschluss ans Hochleistungsnetz erforderlich
  • Eignung auch für kalte oder heiße Umgebung sowie hügelige Strecken
  • Eignung auch für lange Busse mit vielen Fahrgästen
  • ~ 4.000 Wasserstoffbusse sind weltweit bereits im Einsatz

Schwerlastverkehr

Truck

Der Schwerlastverkehr ist eines der anspruchsvollsten Mobilitätssegmente: Lkw müssen über lange Zeiträume und über große Entfernungen hinweg einsatzbereit sein. Wasserstoff ist die am besten geeignete Lösung für die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs. Im Jahr 2030 könnte die Produktion von Brennstoffzellenfahrzeugen 2,5 Millionen Fahrzeuge ausmachen, von denen 20 % schwere Nutzfahrzeuge sein könnten. Durch ihre intensive Nutzung könnten diese Fahrzeuge jedoch fast 60 % des Wasserstoffbedarfs des Mobilitätsmarktes decken.

Was sind die Vorteile von Wasserstoff für schwere Nutzfahrzeuge?

  • Schnelle Betankungszeit: 15 Minuten
  • Autonomie: bis zu 1000 km Reichweite
  • Nutzlast-Parität mit DieseI
  • Eignung auch für anspruchsvolle Strecken
  • > 50 % emissionsfreie Lkw werden bis 2030 mit Wasserstoff betrieben sein

Flotten leichter Nutzfahrzeuge

For_Web-H2 STATION ROISSY (France) + NEXO HYUNDAI

Wasserstoff als Energieträger eignet sich besonders gut für Flottenfahrzeuge wie Taxis, leichte Nutzfahrzeuge oder auch Gabelstapler. Diese Flotten sind in bestimmten Gebieten während definierter Schichten im Einsatz, so dass die entsprechende Infrastruktur dort bereitgestellt werden kann, wo sie benötigt wird.

Was sind die Vorteile von Wasserstoff für leichte Flottenfahrzeuge?

  • Schnelle Betankungszeit: weniger als 5 Minuten
  • Autonomie: bis zu 800 km Reichweite
  • Hohe Flexibilität, Betrieb mit hohe Nutzungsraten
  • Emissionsfreie Fahrzeuge

Leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sind eine praktische Lösung für Transportunternehmen, die eine große Reichweite und einfache Betankung wünschen. Leichte Nutzfahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur werden bereits in Europa, Asien und Nordamerika eingesetzt – mehr als 45.000 Fahrzeuge sind weltweit bereits auf den Straßen unterwegs.

  • 45.000 + leichte Nutzfahrzeuge sind bereits mit Wasserstoff auf der Straße unterwegs

In Deutschland etwa ist Air Liquide als Gründungsgesellschafter des Joint Ventures H2 Mobility federführend am Aufbau eines flächendeckenden öffentlichen Wasserstoff-Tankstellennetzes beteiligt.
Von den rund 100 öffentlichen H2-Tankstellen in Deutschland verfügen aktuell rund 40 über Technologie von Air Liquide.

Die Luftfahrt dekarbonisieren

Airbus, Air Liquide und VINCI Airports: Partnerschaft zur Förderung der Wasserstoffnutzung und Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors

Die Luftfahrtindustrie hat sich verpflichtet, bis 2050 netto null Emissionen zu verursachen. Ihre Auswirkungen auf das Klima gehen weit über die CO2-Emissionen (NOx) hinaus. Sowohl für Flugzeuge als auch für Flughäfen kann flüssiger Wasserstoff die beste Antwort auf die Herausforderung der Dekarbonisierung der Luftfahrt sein. Da die ersten wasserstoffbetriebenen Verkehrsflugzeuge bis 2035 erwartet werden, müssen die Flughäfen ihre Infrastrukturen bereits heute anpassen.

Wasserstoff kann am und um den Flughafen für viele Anwendungen genutzt werden. Er kann Flugzeuge antreiben – und zwar entweder per direkter Verbrennung oder in einer Brennstoffzelle. Wasserstoff kann an Flughäfen zudem für Anwendungen im Bereich der Bodenmobilität eingesetzt werden, und zwar sowohl für schwere als auch für leichte Fahrzeuge.

Was sind die Vorteile von Wasserstoff für die Luftfahrt?

  • Der kostengünstigste dekarbonisierte Flugzeugtreibstoff
  • Die einzige kohlenstoffarme Alternative zu Kerosin mit Synfuels (CO2 + NOx)
  • Hohe Energiedichte
  • 2035 - Erstes kommerzielles Wasserstoffflugzeug

Eine Technologiepartnerschaft für emissionsfreie Mobilität im Schwerlastverkehr

Air Liquide und Faurecia haben eine Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklung von Systemen zur Speicherung von Flüssigwasserstoff an Bord von Fahrzeugen unterzeichnet.
Durch diese Technologiepartnerschaft werden die beiden Unternehmen die Einführung der emissionsfreien Mobilität für schwere Nutzfahrzeuge beschleunigen.

HyTrucks, ein Konsortium zur Förderung von wasserstoffbetriebenen Lkw und der entsprechenden Infrastruktur

Hafen-Rotterdam-Air-Liquide

Air Liquide und der Hafenbetrieb Rotterdam wollen bis 2025 gemeinsam 1.000 wasserstoffbetriebene emissionsfreie Lkw auf den Straßen zwischen den Niederlanden, Belgien und Westdeutschland einsetzen.

Im September 2020 unterzeichneten Air Liquide und die Duisburger Hafen AG Duisport eine Absichtserklärung zur Förderung von Wasserstoff-Lkw und der entsprechenden Betankungsinfrastruktur und legten damit den Grundstein für die Gründung eines HyTrucks-Konsortiums auf deutscher Seite.

Air Liquide und Groupe ADP gründen erstes Joint Venture zur Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur an Flughäfen

Flugzeug

Mit dem Ziel, das erste technische Joint Venture zu gründen, das Flughäfen bei der Integration von Wasserstoff in ihre Infrastruktur begleitet, verstärken Air Liquide und die Groupe ADP ihre Zusammenarbeit.

Future Proof Shipping, das erste Wasserstoff-Binnenschiff in den Niederlanden

Schiff Transport

Air Liquide und FPS haben einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von kohlenstofffreiem Wasserstoff an das Binnenschiff "Maas" von FPS unterzeichnet, das Container zwischen den Niederlanden und Belgien transportiert.

H2 Hub: Das neue Wasserstoff-Verteilzentrum von Air Liquide in der Metropolregion Rhein-Neckar

Neben der Produktion und der Anwendung von Wasserstoff ist auch die Verteilung der Moleküle von entscheidender Bedeutung für einen erfolgreichen Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft. Air Liquide investiert daher auch in Verteil-Infrastruktur: Als Partner im Konsortium “H2Rivers” in der Metropolregion Rhein-Neckar etwa errichtet Air Liquide aktuell in Kooperation mit BASF ein zentrales Wasserstoff-Hochdruck-Abfüllcenter - genannt „H2 Hub“ - auf der Friesenheimer Insel in Mannheim.

Nachhaltige Wege hin zu einer kohlenstofffreien maritimen Industrie schaffen

Der Seeverkehrssektor ist weltweit für 3 % der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich.
Die sehr hohe Energiedichte von Wasserstoff ermöglicht einen emissionsfreien Seeverkehr mit minimalen Auswirkungen auf den Frachtraum.

Aktuell wird beinahe die gesamte weltweite Flotte mit Dieselmotoren angetrieben – doch neue und umweltfreundlichere Antriebssysteme werden für die Branche immer wichtiger. Wasserstoff wird dabei voraussichtlich eine Schlüsselrolle spielen.

Wir bieten neue Wege für eine emissionsfreie Mobilität im Seeverkehr und sorgen gleichzeitig für eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit und für technologische Innovationen für den Transport auf dem Wasser.


Was sind die Vorteile von Wasserstoff für die Schifffahrtsindustrie?

  • Null Emissionen
  • Höhere Betriebsreichweite gegenüber der Batterie
  • Geeignet für den durchschnittlichen Leistungsbedarf
  • 120K Schiffe sind heute weltweit in kommerziellen Flotten unterwegs

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